EHC Brandis – EHC Basel 6:4

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War das der erste Schritt zur Besserung?

Mit dem 6:4-Sieg über den EHC Basel beendete der EHC Brandis eine lange Durststrecke und sicherte sich damit den Anschluss an das Tabellen-Mittelfeld. Der Spielverlauf zeigte jedoch auf, dass im Spiel der Emmentaler Licht und Schatten noch immer zu nahe beieinander liegen.

Ist dieser Sieg über den EHC Basel nun der Befreiungsschlag der den Weg in das angestrebte Ziel obere Masterrunde darstellt? Es könnte sein, aber in dieser Partie gegen einen unbequemen Gegner gab es neben viel Licht auch längere Phasen in denen der Schatten über-wog. Im neunten Meisterschaftsspiel kamen die Emmentaler zwar zu ihrem zweiten Vollerfolg innerhalb der regulären Spielzeit und erziel-ten so viel Tore wie noch nie in der laufenden Meisterschaft. Der Sieg ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, es braucht aber noch viel Arbeit verbunden mit dem notwendigen Glück um das angestrebte Saisonziel zu erreichen.

Erneut ein früher Gegentreffer für Brandis

Unter viel Arbeit kann aber auch verstanden werden, dass nicht im-mer der Start verschlafen wird. Wie in etlichen Partien zuvor musste Brandis auch gegen Basel einen frühen Gegentreffer entgegen neh-men. Dieses mal war das Spiel gerade 29 Sekunden alt als es 0:1 hiess nachdem Reimann völlig freistehend die Scheibe einschieben konnte. Es spricht für die Einheimischen, dass sie umgehend reagier-ten und knappe zwei Minuten später nach einem schnell vorgetrage-nen Angriff durch eine Direktabnahme Keller den Ausgleich erzielten. Von diesem Moment an war Brandis die spielbestimmende Mann-schaft und ging, obschon des Öfteren durch Ausschlüsse dezimiert, bis zur ersten Pause mit 3:1 in Führung. Dabei konnte Basel sogar während fünf Minuten in Überzahl agieren, brachte aber die diszipli-niert spielenden Emmentaler nie in Verlegenheit.

Zurückhaltende Leistung von Brandis im Mitteldrittel

Wer nun von den Brandis-Fans geglaubt hat, dass es im Mitteldrittel in gleichem Sinne weiterginge wurde enttäuscht. Wie schon im Start-abschnitt gelang den Gästen mit dem Anschlusstreffer 71 Sekunden nach Wiederbeginn ein frühes Tor. Plötzlich passte nicht mehr viel zusammen, die spielerische Disziplin und das einfache Spiel verges-sen, wodurch die Gäste immer besser ins Spiel kamen. Zudem brach-te sich Brandis durch dumme Strafen immer wieder in Unterzahl. Lo-gische Folge der 3:3-Ausgleich in der 26. Minute als Zurflüh auf der Strafbank sass. Trotz wiederholter Unterzahl gelang es den Platzher-ren wenigstens noch mehr Unheil zu verhindern und konnte 12 Se-kunden vor Drittelsende durch Nägeli sogar wieder in Führung gehen.

Emmentaler Dominanz im Schlussabschnitt

Die Wiederauferstehung kam für die Emmentaler im Schlussabschnitt gerade zur rechten Zeit. Nun dominierte Brandis wieder, kam zu zahl-reichen Abschlussmöglichkeiten und zog auf 6:3 davon. Angesichts der vielen Möglichkeiten wäre jedoch noch bedeutend mehr möglich gewesen, denn gegen die schnell vorgetragenen Angriffe der Emmen-taler fanden die Basler kein wirkungsvolles Gegenrezept. Erst neun Sekunden vor Spielende gelang ihnen noch eine kleine Resultatver-besserung.

Telegramm

EHC Brandis – EHC Basel 6:4 (3:1, 1:2, 2:1)

Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 179 Zuschauer – Schiedsrichter: Jung; Rentsch / Diggelmann.

Torfolge: 01. (00:29) Reimann (Meyer, Keller) 0:1, 3. Keller (Hain, Samuel Bieri) 1:1, 09. Joss (Mosimann, Steiner) 2:1, 14. Steiner (Joss) 3:1, 22. Meyer (Seiler, Hunziker) 3:2, 26. Spreyermann (Rei-mann / Ausschl. Zurflüh) 3:3, 40. Nägeli (Bieri) 4:3, 48. Steiner (Daniel Bieri / Shorthander, zuviele Spieler) 5:3, 51. Knothe (Nägeli 6:3, 59. Seiler (Lenz, Hunziker / Ausschl. Brandis zuviele Spieler) 6:4

Strafen: Brandis 11-mal 2 Minuten plus 1-mal 5 Min. plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Holzer / hoher Stock) , Basel 7-mal 2 Minuten

Brandis: Gasser; Mosimann, Reinhard, Tschannen, Daniel Bieri, Ko-bel, Lüdi, Hain, Nägeli, Keller, Holzer, Samuel Bieri, Steiner, Knothe, Dällenbach, Zurflüh, Witschi, Joss, Kalbermatten, Studer.

Basel: Hohlbaum; Furrer, Spreyermann, Müller, Reimann, Hunziker, Dörig, Keller, Dintheer, Maillard, Lenz, Guantario Gurtner, Cantames-si, Curle, Seiler, Gartmann, Lenz, Steiner, Asal, Meyer.