EHC Thun – EHC Brandis 3:1

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Nun wird es eng für den EHC Brandis

Nach dieser Niederlage benötigt der EHC Brandis eine rechte Portion Glück um die direkte Playoffqualifikation zu erreichen. Anders dagegen der siegreiche EHC Thun dessen Ausgangslage nun ausgezeichnet ist, zumal er noch ein Spiel weniger hat als Brandis.

Von nun an ist für beide Teams jede Partie ein Sechspunktespiel, denn zwischen Rang vier und Rang 10 betrug vor der Runde vom Wochenende die Differenz bloss vier Punkte. Das unter Berücksichti-gung des Umstandes, dass Brandis zugunsten von Adelboden noch drei Punkte abgezogen werden. So hatte auch die samstägliche Begegnung zwischen Thun und Brandis eine enorme Bedeutung wobei die Vorteile sicher auf Seiten der Oberländer waren. Denn bisher hat-ten die Emmentaler immer Mühe in der kalten Thuner Halle auf Touren zu kommen, so dass es in den letzten Jahren meistens zu einem knappen Resultat zugunsten der einen oder anderen Mannschaft gekommen war. Nicht zu vergessen dass Brandis ein Spiel mehr als die Thuner hat und deswegen trotz seinen gewichtigen Absenzen unbe-dingt auf einen Vollerfolg angewiesen war, wollte es sein Chancen für eine direkte Playoffqualifikation wahren,

Das Unterfangen Schadensbegrenzung nach dem Punkteabzug am grünen Tisch gelang dem EHC Brandis nicht. Thun spielte bedeutend konzentrierter, und disziplinierter und nutzte seine Abschlussmöglich-keiten optimal. Die Emmentaler spielten oft uninspiriert, kamen meistens einen Schritt zu spät und spielten nahezu körperlos. "Heute war die Mannschaft nicht bereit zu laufen" meinte Brandis-Sportchef Christian Baumgartner zur verbesserungswürdigen Leistung seines Teams. Nach einem eher ausgeglichenen Startabschnitt hatte Brandis zwar im Mitteldrittel leicht mehr Torchancen als die Oberländer, doch gerade in dieser Phase kam das in vielen Partien ohnehin schwache Abschlussvermögen voll zum Durchbruch. Thun dagegen holte in diesem Spielabschnitt aus seinen Möglichkeiten das Optimum heraus und führte nach zwei Dritteln nicht ganz unverdient mit 2:0.

Erst im Schlussabschnitt kam Brandis etwas besser ins Spiel. Nach-dem Pascal Reist in der 45. Minute auf 3:0 erhöhte, hätte eigentlich die "Brandis-Viertelstunde" kommen sollen. Doch ausser dem Ehrentreffer in der 57. Minute gelang den Emmentalern nichts zählbares. "Beide Seiten gingen engagiert ans Werk, doch wir waren vielleicht gedanklich ein wenig viver und brachten schliesslich den Sieg mit dem nötigen Glück sicher über die Runden" so Thuns Sportchef Alex Reymondin. Die Kurzanalyse von Brandis-Trainer Roger Misteli: "Im ersten Drittel spielten wir diszipliniert und gutem Einsatz doch ohne Torerfolg, im zweiten Drittel verrichteten wir weniger Laufarbeit als die Oberländer und im Schlussabschnitt setzten wir zu, doch es gelang uns nicht mehr das Spiel noch zu kehren".

Nach diesem Sieg kommt der EHC Thun fünf Spiele vor Qualifikati-onsende in eine ausgezeichnete Ausgangslage für die direkte Playoffqualifikation. Der EHC Brandis, der bloss noch vier Spiele zu bestreiten hat, benötigt schon eine gewaltige Portion Glück will er sein angestrebtes erstes Saisonziel erreichen.

Telegramm

EHC Thun – EHC Brandis 3:1 (0:0, 2:0, 1:1)

KEB Grabengut, Thun – 289 Zuschauer – Schiedsrichter: Derada; Rentsch / König

Torfolge: 23. Keller (Vonlanthen) 1:0, 36. Kachramanow (Keller / Ausschl. Oberli) 2:0, 45. Leist (Reymondin) 3:0, 57. Nägeli (Zurflüh, Studer) 3:1

Strafen: Thun 4-mal 2 Minuten, Brandis 4-mal 2 Minuten

Thun: Kropf; Steiner, Stephan Keller, Martin Keller, Studerus, Ramseier, Hebeisen, Vonlanthen, Reymondin, Brunner, Lüthi, Kachma-ranow, Lestander, Leist, Fankhauser, Boss, Frauenfelder, Joch.

Brandis: Kunz; Kobel, Mosimann, Reinhard, Oberli, Uwer, Studer, Daniel Bieri, Heinzmann, Holzer, Keller, Zurflüh, Joss, Steiner, Knothe, Nägeli, Soltermann, Hain, Witschi.

Bemerkungen:
Thun ohne Kohler, Glauser, Zürcher, Lorenz, Weber, Eicher (alle verletzt)
Brandis ohne Gasser, Kalbermatten, Dällenbach, Tschannen (alle verletzt), Lüdi (Familie)