SC Lyss – EHC Brandis 4:2

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Brandis verliert erneut Sechspunktespiel

Obschon der EHC Brandis bis über die Halbzeit hinaus mit 2:0 führte stand er am Schluss mit leeren Händen da. Nach dieser Niederlage im wichtigen Sechspunktespiel gegen den SC Lyss sieht die Tabelle im Hinblick auf die Masterround alles andere als rosig aus.

Nun wird die Situation für den EHC Brandis immer ungemütlicher und so langsam wäre eigentlich eine intensive Ursachenforschung angebracht warum dieses Team nicht auf Touren kommt. Zu lange wurde bisher von unglücklichen Niederlagen und Pech gesprochen. Vom Spielerpotenzial her gesehen müsste eigentlich drei Runden vor dem Qualifikationsende der Punktestand wesentlich höher sein als er sich gegenwärtig präsentiert. Der Gerechtigkeit halber ist festzuhalten, dass drei Punkte nachträglich am grünen Tisch aberkannt wurden, was jedoch wenig an der Tatsache ändert, dass im bisherigen Meis-terschaftsverlauf zuviele Punkte dem jeweiligen Gegner geschenkt wurde.

Nach starkem Beginn ebenso starker Leistungsabbau

Gegen den SC Lyss traten sah man innert den 60 Minuten im Grunde genommen zwei verschiedene Gesichter des EHC Brandis. Da war in der ersten Hälfte ein initiatives Team am Werk, welches die Partie dominierte und Lyss recht wenig Spielraum offen liess. Die Emmentaler legten einen Blitzstart hin und lagen bereits nach zehn Minuten in Führung. Obschon die Seeländer mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel kamen änderte sich an der optischen Dominanz von Brandis bis zur Halbzeit wenig. Chancen für den Ausbau des Zweitorevor-sprungs gab es zwar genug, doch einmal mehr konnte keine zu einem Torerfolg verwertet werden. Hier fehlte es eindeutig an der letzten Entschlossenheit und man muss sich fragen an was das liegt.

Lysser Einbahnhockey in den letzten zehn Minuten

Nach dem Anschlusstreffer in der 34. Minute, Brandis spielte dabei in Unterzahl, und dem Ausgleich zu Beginn des Schlussabschnitts wen-dete sich das Blatt zugunsten der Seeländer. Nun kam das zweite Gesicht, eben das Verlierergesicht des EHC Brandis zum Vorschein. Die Seeländer spielten nun druckvoll auf und packten ihre Chance während bei Brandis wenig mehr zusammen passte. Lyss zeigte in dieser Phase bedeutend mehr Siegeswillen als die Emmentaler bei denen man das Gefühl hatte, dass nicht das ganze Team bereit war alles zu geben und seine Kräfte in nutzlosen Einzelaktionen zersplitterte. Zweimal wäre in der Qualifikation Lyss zu schlagen gewesen und beide male hat Brandis das Spiel gegen Schluss aus der Hand gegeben. Nach dieser Niederlage wäre es schon einem Wunder wenn Brandis die obere Masterround noch erreichen würde. Und nicht zu vergessen, mit solchen Leistungen haben die Emmentaler eine Playoffteilnahme alles andere als auf sicher.

Telegramm

SC Lyss – EHC Brandis 4:2 (0:2, 1:0, 3:0)

Seelandhalle Lyss – 410 Zuschauer – Schiedsrichter: Weber; Von Allmen / Bichsel

Torfolge: 8. Bieri (Uwer, Holzer) 0:1, 10. Nägeli (Witschi, Zurflüh) 0:2, 34. Inniger (Krebs, Frutig / Ausschl. Dällenbach 1:2, 42. Schmid (Bal-siger, Beer) 2:2, 54. Gerber (Inniger, Beer) 3:2, 60. Inniger (Krebs, Gerber / Ausschl. Dällenbach) 4:2.

Strafen: Lyss 4-mal 2 Minuten, Brandis 6-mal 2 Minuten

Lyss: Zaugg; Frutig, Junker, Beer, Friedrich, Mäder, Schaad, Hirs-brunner, Bühlmann, Krebs, Pfeiffer, Inniger, Balsiger, Steinegger, gerber, Jöh, Wälti, Schmid, Pfeuti, Allemann, Lüthi.

Brandis: Lukas Gasser; Dällenbach, Kobel, Mosimann, Reinhard, Oberli, Uwer, Studer, Bieri, Heinzmann, Holzer, Keller, Zurflüh, Joss, Steiner, Knothe, Nägeli, Soltermann, Lüdi, Hain, Witschi.

Bemerkungen:
Brandis ohne Martin Gasser, Kalbermatten, Tschannen (alle verletzt)