EHC Brandis – SC Unterseen 4:3

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Brandis besiegt nach wechselhaftem Spiel Unterseen

Licht und Schatten waren in dieser Partie sowohl beim EHC Brandis wie beim SC Unterseen nahe beieinander. Am Schluss dominierte jedoch bei den Emmentalern das Licht denn 67 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit erzielten sie das 4:3 und übernahmen damit erstmals die Führung die sie in der restlichen Spielzeit nicht mehr abgaben.

Man merkte, dass bei beiden Teams viel auf dem Spiel stand, denn nur mit einem Sieg wäre, allerdings bloss theoretisch, noch ein Einzug in die obere Masterround möglich. Trotz zweitletztem Tabellenplatz hätte dabei Unterseen noch die besseren Karten gehabt, denn gegenüber Brandis haben die Oberländer ein Spiel weniger absolviert. Während es im Startabschnitt ganz im Sinne der Gäste lief, kam mit zunehmender Spieldauer das Heimteam etwas besser ins Spiel. Die Fans beider Teams durchlebten während den 60 Minuten sicher ein Wechselbad der Gefühle, denn mal waren während Minuten die Emmentaler am Drücker und schnürten die Oberländer in ihrem Verteidigungsdrittel ein und kurz darauf lief das Spiel gerade umgekehrt. Das Glück war am Schluss auf Seiten des EHC Brandis,

Unterseen dominiert Startabschnitt

Dabei lief es den Emmentalern im Startabschnitt gar nicht nach Wunsch, mussten sie doch fünfmal in Unterzahl spielen. Während vier dieser Überzahlsituationen funktionierte das Boxplay der Emmentaler und den Oberländern gelang es nicht daraus Nutzen zu ziehen. Erst bei einem Ausschluss von Janick Holzer schaffte es Kevin Rohrbach die Gäste in Führung zu bringen. Während dieser Treffer Unterseen Auftrieb verlieh passte bei Brandis plötzlich nichts mehr. So erhöhte zwei Minuten später Niederhäuser auf 2:0. Unterseen war auf Kurs.

Optimales Überzahlspiel von Brandis

Zu Beginn des mittleren Spielabschnitts hatte Brandis die Möglichkeit während mehr als drei Minuten in doppelter Überzahl spielen. Doch es gelang nicht viel und kaum wieder komplett gingen die Gäste wieder voll auf Angriff. Wohl etwas zu stark, denn nun mussten sie vorübergehend die Strafen nehmen. Zwei Ausschlüsse auf Seiten der Oberländer genügten und in der 32. Minute konnte das Spiel beim Stande von 2:2 neu beginnen. Zuerst verwertete Sandro Hain eine schönes Zuspiel von Alexander Lüdi und gute vier Minuten später war es Adrian Steiner der nach mehreren Versuchen den Puck hinter die Linie brachte. Unterseen reagierte, setzte den EHC Brandis welcher die Scheibe nicht aus dem Drittel brachte unter Druck und Remo Ei-senring brachte sein Team kurz vor Drittelsende erneut in Führung.

Auch in den ersten zehn Minuten des Schlussabschnitts war Unter-seen wieder spielbestimmend, Brandis reagierte bloss statt dass es agierte und erneut schien Unterseen auf Kurs zu sein. Es war eine Strafe gegen Unterseen die den erneuten Umschwung zugunsten von Brandis brachte. Das Powerplay bei den Emmentalern funktionierte und Sven Nägeli schaffte in der 55. Minute mit einem Slapshot den erneuten Ausgleich. Schon deutete alles auf eine Verlängerung hin als 67 Sekunde vor Ende der regulären Spielzeit Witschi mit dem 4:3 Brandis erstmals in dieser Partie in Führung brachte. An diesem knappen Verdikt zugunsten von Brandis änderte auch der Ersatz des Oberländer Torhüters durch einen sechsten Feldspieler nichts mehr.

"Das ist eine brutale Niederlage die weh tut. Die ganze Mannschaft hat mit viel Leidenschaft gekämpft, wir waren gut unterwegs und wur-den am Schluss mit dieser Niederlage bestraft die wir entgegen neh-men müssen.. Die Powerplaytore die Brandis geschossen hat, haben dem Spiel eine andere Richtung gegeben, wir hatten jedoch auch gute Chancen um das Spiel in unserem Sinne zu entscheiden. Aber es war in einer guten Partie mit einem auf und ab auf beiden Seiten" so der enttäuschte Unterseen Headcoach Stefan Schneider.
Wesentlich glücklicher als auch schon wirkte Brandis CEO Heinz "Hene" Krähenbühl: "Nach dem ersten Drittel hatte ich schon ein wenig Angst. Wir sind ganz schlecht gestartet, konnten uns jedoch auf-fangen. im Mitteldrittel und in der Schlussphase noch zusetzen. Im Überzahlspiel waren wir effizienter. Durch die Umstellungen die der Trainer machte konnten wir mehr Druck erzeugen und das war für mich matchentscheidend"

Telegramm

EHC Brandis – SC Unterseen 4:3 (0:2, 2:1, 2:0)

Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 215 Zuschauer – Schiedsrichter: Kiener; Kuonen / Stegmann.

Torfolge: 16. Rohrbach (Niederhäuser / Auschl. Holzer) 0:1, 18. Nie-derhäuser (Spolidoro) 0:2, 27. Hain (Lüdi / Ausschl. Müller) 1:2, 32. Steiner (Dällenbach / Ausschl. Wälti) 2:2, 39. Eisenring (Stucki, Mül-ler) 2:3, 55. Nägeli (Mosimann, Kobel / ausschl. Niederhäuser) 3:3, 59. (58:53) Witschi (Mosimann) 4:3

Strafen: Brandis 8-mal 2 Minuten, Unterseen 9-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Schneider)

Brandis: Lukas Gasser; Uwer, Mosimann, Reinhard, Heinzmann, Daniel Bieri, Soltermann, Kobel, Lüdi, Hain, Nägeli, Keller, Holzer, Steiner, Knothe, Dällenbach, Zurfüh, Witschi, Joss, Studer.

Unterseen: Schweiger; Niederhäuser, Fuchser, Geng, Schneiter, Bernasconi, Baur, Spolidoro, Eisenring, Rohrbach, Müller, Bühlmann, Kohler, Wolf, Bracher, Wälti, Stucki, Dubach, Lengacher.

Bemerkungen:
Brandis ohne Martin Gasser, Kalbermatten, Tschannen (alle verletzt)
Unterseen ohne Bohren, Joss, Müller, Suter (alle verletzt)
59:24 Timeout Unterseen, anschliessend mit sechstem Feldspieler anstelle Torhüter.