EHC Basel – EHC Brandis 5:3

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Eine bittere Niederlage für den EHC Brandis

WIe immer, wenn der EHC Brandis auf der maroden Kunsteisbahn Margarethen gegen Basel antreten muss gab es eine enge Partie, welche dieses mal die Basler als glücklicher Sieger sah. Damit steht fest, dass Brandis wie in den Vorjahren die untere Masterrunde bestreiten muss um von dort aus zu versuchen die Playoffs zu erreichen.

Für den EHC Brandis war die Ausgangslage für das zweitletzte Spiel der Qualifikation klar. Ein Sieg innerhalb der regulären Spielzeit musste her, wie das war Nebensache denn wichtig waren einzig und allein die drei Punkte welche erobert werden mussten. Nun, dieses Unterfangen ist gründlich missglückt und der EHC Brandis hat damit das erste Saisonziel direkte Playoffqualifikation verfehlt.

Dabei begann die Partie für den EHC Brandis gar nicht so schlecht, denn Christian Joss brachte sein in Überzahl spielendes Team bereits nach acht Minuten in Führung. Nachdem Maillard drei Minuten später den Gleichstand wieder herstellte entwickelte sich ein abwechslungsreiches und schnelles Spiel, in dem die Vorteile eher auf Seiten der Emmentaler lagen. Doch wie so oft zuvor fehlte es am unerlässlichen Abschlussvermögen. Einen Ausschluss auf Seiten der Gäste nutzend brachte Schnellmann die Basler nach 33. Minuten erstmals in Füh-rung,

Grobe individuelle Fehler führten zur Niederlage

Im Schlussabschnitt überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst übernahm Brandis nach einem Doppelschlag innerhalb von knapp drei Minuten die Führung so dass es nach 46 Minuten 3:2 zugunsten der Emmentaler stand. Eigentlich eine gute Ausgangslage für die restliche Viertelstunde könnte man meinen. Doch dem war nicht so. Statt die Scheibe energisch aus der eigenen Verteidigungszone zu befördern versuchte man es mit klein-klein Spiel und wurde für diese Nachläs-sigkeit brutal bestraft, denn nach einem vermeidbaren Scheibenver-lust schafften die Basler erneut den Ausgleich. Von da an war von den Emmentalern eigentlich wenig konstruktives mehr zu sehen. Die Kräfte wurden in nutzlosen Einzelaktionen verzettelt, Basel erhielt Auftrieb und vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit schaffte Maillard das 4:3 zugunsten seines Teams. Zwar ersetzte Brandis-Coach Roger Misteli den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler, doch dies nutzten die Basler 64 Sekunden vor Spielende mit dem 5:3 bloss noch zur definitiven Siegessicherung.

Eine weitere vermeidbare Niederlage ist damit Tatsache geworden. Diese Mannschaft sollte eigentlich mehr zu leisten imstande sein als das was sie bisher gezeigt hat. Zweimal in einem Derby den EHC Burgdorf zu schlagen mag zwar schön sein. Doch daneben sollten in den übrigen Spielen die sogenannt kleinen Sachen eben auch richtig gemacht werden. Hier wartet bis nach Neujahr doch noch ein wenig Arbeit auf Headcoach Roger Misteli

Telegramm

EHC Basel – EHC Brandis 5:3 (1:1, 1:0, 3:2)

KEB Margarethen Basel – 47 Zuschauer – Schiedsrichter: Kiener; Duarte / Leimgruber

Torfolge: 9. Joss (Bieri, Dällenbach / Ausschl. Rieder) 0:1, 12. Mail-lard (Schnellmann, Philipp Lenz) 1:1, 33. Schnellmann (Rieder / Aus-schl. Studer) 2:1, 44. Zurflüh (Nägeli / Ausschl. Maillard) 2:2, 46. Bieri (Keller, Joss / Ausschl. Philipp Lenz) 3:2, 50. Seiler (Dario Gartmann) 3:3, 57. Maillard /Schnellmann, Guantario) 4:3, 59. Seiler (ins leere Tor) 5:3.

Strafen: Basel 7-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Min. (Meyer), Brandis 4-mal 2 Minuten

Basel: Hohlbaum; Rieder, Schäublin, Marc-André Lenz, Curle,Sandro Gartmann, Philipp Lenz, Gian Reto Lenz, Cantamessi, Keller, Meyer, Guantario, Steiner, Dario Gartmann, Gurtner, Schnellmann, Seiler, Morand, Maillard.

Brandis: Lukas Gasser; Dällenbach, Kobel, Mosimann, Oberli, Uwer, Studer, Bieri, Heinzmann, Holzer, Keller, Zurflüh, Joss, Steiner, Knothe, Nägeli, Soltermann, Lüdi, Hain, Witschi.

Bemerkungen:
Brandis ohne Martin Gasser, Kalbermatten, Tschannen (alle verletzt)