SC Unterseen – EHC Brandis 5:2

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Masterrundenstart gründlich missglückt

Der Start zum Vorhaben Playoffqualifikation ist dem EHC Brandis mit der 5:2-Niederlage gegen Unterseen deutlich misslungen. Während die Oberländer die Überzahlsituationen optimal nutzten waren die Emmentaler in dieser Beziehung harmlos.

Im ersten Spiel der Qualifikations-Masterrunde trafen mit Unterseen und Brandis zwei Teams aufeinander, die bisher einen enttäuschen-den Saisonverlauf zu verzeichnen hatten. Beide mit dem Anspruch einer direkten Playoffqualifikation gestartet mussten dann bis Weihnachten allzu oft bös unten durch und wollen nun das Ziel Playoff auf diesem Weg noch erreichen. Doch die Konkurrenz um die drei restli-chen Plätze ist gross und jede Partie ist angesichts der aktuellen Ta-bellenlage ein Sechspunktespiel und die erste dieser zehn Partien hat der EHC Brandis nun schon mal verloren.

Das Ungemach für die Emmentaler begann bereits nach knapp drei Minuten als sie einmal mehr einen frühen Gegentreffer kassierten. Zwar glichen Sie in der 13. Minute durch Adrian Witschi wieder aus, worauf sich eine intensive und offene Partie entwickelte. Obschon der EHC Brandis eher die grösseren Spielanteile hatte, scheiterte er wie schon so oft in der Qualifikation am mangelnden Abschlussvermögen. Einen gegnerischen Ausschluss nutzend ging Brandis durch Dällenbach in der 29. Minute noch 2:1 in Führung. Nicht für lange, denn bloss eine Minute später glich Spolidoro schon wieder aus und weite-re zwei Minuten später brachte Baur die Oberländer 3:2 in Führung. Sowohl die zwei Tore wie das 4:2 in der 48. Minute erzielte Unterseen in Überzahl. Und gerade im Überzahlspiel lag der grosse Unterschied zwischen den beiden Teams. Während Unterseen ein effizientes und starkes Powerplay spielten war bei Brandis, das praktisch gleich viel Überzahlmöglichkeiten hatte, wenig davon zu sehen. Die Oberländer spielten in den meisten Belangen bedeutend cleverer und mit einer guten Spielkultur während bei Brandis ab dem zweiten Drittel nicht mehr viel zusammen passte.

Dem Misteli-Team kann man zugute halten, dass es auch nach dem 5:2 in der 48. Minute bis zuletzt einen guten Einsatz zeigte. Doch das allein war an diesem Abend gegen einen ambitionierten SC Unter-seen viel zu wenig effizient. Die Partie hat deutlich gezeigt, dass die Oberländer offensichtlich nach der schlechten Qualifikation die Festtagspause gut genutzt haben um das Ziel Playoff zu erreichen. Beim EHC Brandis wird nun jedoch in den nächsten Partien eine deutliche Leistungssteigerung erwartet. Sowohl Headcoach Roger Misteli wie sein eigentlich hochkarätiges Team sind nun gefordert.

Telegramm

SC Unterseen – EHC Brandis 5:2 (1:1, 2:1, 2:0, 2:0)

Sportzentrum Matten. –244x Zuschauer – Schiedsrichter: Huber; Kuonen / Duarte

Torfolge: 3. Wälti (Spolidoro, Dubach) 1:0, 13. Witschi (Nägeli) 1:1, 29. Dällenbach (Joss, Daniel Bieri / Ausschl. Fuchser) 1:2, 30. Spolidoro (Rohrbach, Baur / Ausschl. Nägeli) 2:2, 32. Baur (Müller, Wälti / Ausschl. Keller) 3:2, 48. Wälti (Müller, Stucki / Ausschl. Reinhard) 4:2, 49. Spolidoro 5:2

Strafen: Unterseen 8-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Müller), Brandis 9-mal 2 Minuten

Unterseen: Schweiger; Fuchser, Bracher, Wolf, Niederhäuser, Lengacher, Stucki, Müller, Bühlmann, Spolidoro, Rohrbach, Wälti, Baur, Eisenring, Bernasconi, Dubach, Schneider, Eymann

Brandis: Gasser; Dällenbach, Kobel, Mosimann, Marolf, Kalbermat-ten, Reinhard, Oberli, Studer, Daniel Bieri, Heinzmann, Holzer, Keller, Joss, Steiner, Nägeli, Lüdi, Hain, Samuel Bieri, Witschi.