EHC Brandis - Argovia Stars 2:3

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Überlegen gespielt und doch verloren

Erneut eine angesichts der Spielanteile nicht zwingende Nieder-lage für den EHC Brandis, der damit auf den zweitletzten Ranglis-tenplatz abgerutscht ist. Um noch in die Playoffs zu gelangen ist njedoch ein besseres Abschlussvermögen unumgänglich

In letzter Zeit gleichen sich die Spiele des EHC Brandis wie ein Ei dem anderen. Während sechzig Minuten sind die Emmentaler dem Gegner spielerisch, läuferisch und stocktechnisch überlegen, sind mehr im Puckbesitz, doch am Schluss stehen sie mit leeren Händen da und überlassen dem jeweiligen Gegner das Feiern des Sieges. So wie in vielen vorangehenden Partien auch am letzten Samstag im Sechspunktespiel gegen die Argovia Stars.

Zwar begann die Partie für den EHC Brandis gar nicht so schlecht konnte er doch nach einer schönen Aktion die über Heinzmann und Keller führte in der 17. Minute durch Samuel Bieri in Führung gehen. Zuvor war jedoch ersichtlich, dass bei beiden Teams an diesem Abend viel auf dem Spiel stand. Beide agierten nervös und versuch-ten dem Gegner möglichst wenig Spielraum zu lassen. Mit zuneh-mender Spieldauer übernahmen jedoch die Gastgeber das Spieldiktat und der Führungstreffer war daher mehr als verdient.

Überzahlsituationen einmal mehr spielentscheidend

Auch im zweiten Spielabschnitt setzte sich die Dominanz des Heim-teams fort. Eigentlich hätte es nur eine Frage der Zeit sein sollen bis zum Ausbau des knappen Vorsprungs, Beispielsweise in der 24. Minute als sich geradezu turbulente Szenen vor dem Aargauer Tor abspielten und zumindest zweimal der Puck nur um Haaresbreite das Tor verfehlte. Wie schon im Spiel gegen Unterseen sollten auch ge-gen Aarau die Überzahlsituationen matchentscheidend sein. Denn sowohl der Ausgleich in der 27. Minute wie die 2:1-Führungn 63 Se-kunden später waren schön herausgespielte Powerplaytore der Gäs-te. Musste zuerst Keller von der Strafbank aus zusehen, war es beim zweiten Treffer Alexander Lüdi, der schon seine dritte Strafe in dieser Partie kassierte, was nicht unbedingt mannschaftsdienlich war.
Kurz nach Halbzeit hatte der EHC Brandis gute Möglichkeiten gehabt den knappen Rückstand wieder aufzuholen, hatte er doch Gelegenheit während vier Minuten in Überzahl zu spielen. Doch im Gegensatz zu denn Gästen sahen die Zuschauenden während dieser Phase bei den Einheimischen kaum Ansätze von einem druckvollen Powerplay. Hier stellt sich nicht nur für den neutralen Berichterstatter, sondern auch für die treuen Fans doch die Frage ob solche Situationen im Training eigentlich nie geübt wurden.

Nachdem die Emmentaler in der ersten Minute des dritten Drittels dem Ausgleich nahe waren, zeigte Aarau wie man es machen soll. Zwei, drei Spielzüge und sie lagen mit 3:1 in Front. Brandis zeigte wie zuvor einen ausgezeichneten Einsatz, gewann die meisten Zweikämpfe, war mehr in Scheibenbesitz, arbeitete sich gut vor das gegnerische Tor und kam so zu guten Abschlussmöglichkeiten. Vor dem Tor war jedoch Endstation und selbst die einfachsten Dinge gelangen nicht, doch auch hier scheint das Positionsspiel, eben dort wo es weh tut, noch verbesserungswürdig zu sein. Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit schaffte Holzer, nach Vorarbeit von Samuel Bieri und Kobel den Anschlusstreffer, zu mehr langte es jedoch trotz dem Ersatz des Torhüters durch einen sechsten Feldspieler in den letzten 51 Sekunden nicht mehr.
Nach dieser Niederlage besteht noch immer eine kleine Hoffnung auf des erreichen der Playoffs. Zwei Dinge sind dazu unerlässlich: Einerseits das Umsetzen der spielerischen Überlegenheit in Tore und an-dererseits ein verbessertes Verhalten im Überzahlspiel.

Telegramm

EHC Brandis - Argovia Stars 2:3 (1:0, 0:2, 1:1)

Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. –166 Zuschauer – Schiedsrichter: Jung; Diggelmann / Stegmann

Torfolge: 17. Samuel Bieri (Keller, Henzmann) 1:0, 27. Rohrbach (Eichenberger, Bula / Ausschl. Keller) 1:1, 28. Bula (Dünser, Kissling / Ausschl. Lüdi) 1:2, 42. Bula (Gisin, Eichenberger) 1:3, 57. Holzer (Samuel Bieri, Keller) 2:3.

Strafen: Brandis 5-mal 2 Minuten, Argovia Stars 5-mal 2 Minuten

Brandis: Lukas Gasser; Dällenbach, Kobel, Mosimann, Tschannen, Kalbermatten, Reinhard, Oberli, Studer, Daniel Bieri, Heinzmann, Holzer, Keller, Zurflüh, Joss, Steiner, Nägeli, Lüdi, Samuel Bieri, Witschi.

Argovia Stars: Heimann; Eichenberger, Wälti, Dünser, Barz, Leuen-berger, Gisin, Fopma, Schlegel, Blatter, Bula, Unterluggauer, Neher, Bracher, Kissling, Ruprecht, Frei, Rohrbach, Frossard, Steiner.

Bemerkungen:
Brandis ohne Gasser, Hain, Uwer, Soltermann, Knothe