EHC Adelboden – EHC Brandis 2:5

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Der EHC Brandis kann doch noch siegen

Nach einer langen Durststrecke mit lauter Niederlagen konnte der EHC Brandis gegen den EHC Adelboden seine spielerische Überlegenheit auch in Tore umwandeln und wieder einmal als Sieger vom Eis gehen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, denn rechnerisch ist das Erreichen der Playoffs noch immer möglich.

Auf die Begegnung zwischen dem EHC Adelboden und dem EHC Brandis durfte man zu recht gespannt sein. Die letzte Begegnung vor zehn Runden gewannen zwar die Emmentaler auf dem Eis mit 4:1, weil sie einen nicht spielberechtigten Akteur einsetzten gingen die drei Punkte nachträglich am grünen Tisch an Adelboden. Doch danach begann die steile Talfahrt der Misteli-Truppe in Richtung zweitletztem Tabellenplatz, Die zuvor guten Chancen für das erreichen eines direk-ten Playoffplatzes verschwanden wie der Schnee an der Märzensonne und auch das Minimalziel Playoff via Quali-Masterround entfernte sich immer mehr. Die Partie gegen Adelboden stellte daher für Bran-dis praktisch die letzte Chance dar um zumindest noch weiter im Rennen zu bleiben. Und diese Chance hat der EHC Brandis im Berner Oberland gepackt indem er sich einerseits für die Forfaitniederlage revanchierte, andererseits seine noch vorhandenen minimalen Playoffchancen nicht ganz begraben musste.

Brandis hat das Tore schiessen doch noch nicht verlernt

Für die Emmentaler war der Sieg gegen Adelboden mehr als verdient. Von Anfang an machten sie viel Druck auf das gegnerische Tor, spielten diszipliniert und mit gutem Einsatz und sahen ihre Bemühungen in der 19. Minute mit dem 1:0 durch Janick Holzer endlich belohnt. Ban-ge Erinnerungen an etliche Spiele zuvor kamen bei den wenigen mitgereisten Fans auf als der Adelbodner Christian Bracher bloss 53 Sekunden später zum 1:1 ausglich. Doch dieses mal bleiben die Em-mentaler kaltblütig und setzten ihr druckvolles Spiel fort. Auch die 2:1-Führung in der 24. Minute wurde kurz danach noch einmal egalisiert  doch danach war Schluss und Brandis ging noch im mittleren Spiel-abschnitt durch einen Doppelschlag innert vier Minuten mit 4:2 in Füh-rung. Nach dem 5:2 durch Doppeltorschütze Daniel Bieri in der 44. Minute war die Partie eigentlich zugunsten der Gäste gelaufen, wäre da nicht zwei Minuten später noch eine kritische Phase gekommen.

Der EHC Brandis als geschlossenes und diszipliniertes Team

Eine Schlüsselszene für den späteren Sieg war sicher das Überstehen einer Fünfminutenstrafe die in der 46. Minute gegen Diego Kalbermatten ausgesprochen wurde. Nach einem harten Check blieb der gegnerische Spieler benommen auf dem Eis liegen, konnte später aber wieder aktiv ins Geschehen eingreifen. Obschon noch immer gewisse Mängel im Spiel der Emmentaler erkennbar waren spielten sie gegenüber den letzten Partien wesentlich druckvoller und vor al-lem konzentrierter. Sie wirkten auch deutlich erkennbar wieder als geschlossenes Team in dem sich einer für den anderen einsetzt. Die Oberländer, bei denen Bruno Marcon abwesend war, hatten dem nichts entgegen zu setzen und hatten nichts ebenbürtiges entgegen zu setzen.

Mit dem Sieg über Adelboden hat sich das Team des EHC Brandis nach vielen enttäuschenden Partien endlich in die Pflicht genommen und positiv reagiert und allfällig bisher vorhandene Animositäten aus-geblendet. Besonders die erfahrenen Spieler im Kader sind angesichts der aktuellen Situation gefordert das ganze Team mitzureissen. Verloren hat man nämlich erst dann, wenn rechnerisch keine Möglichkeit mehr besteht das gesteckte Ziel zu erreichen.


Telegramm

EHC Adelboden – EHC Brandis 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)

Sportarena Adelboden. –155 Zuschauer – Schiedsrichter: Kiener; Fausel / Wolf

Torfolge: 19. Holzer (Joss) 0:1, 20. Bracher (Schmid) 1:1, 24. Sol-termann (Keller) 1:2, 27. Blaser (Baumann) 2:2, 32. Tschannen (4-Situation) 2:3, 35. Daniel Bieri (Tschannen) 2:4, 44. Daniel Bieri (Witschi) 2:5

Strafen: Adelboden 5-mal 2 Minuten, Brandis 3-mal 2 Minuten plus 1-mal 5 Min. plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Kalbermatten)

Adelboden: Stephan Küenzi; Baumann, Koller, Bleuer, Armbruster, Rothen, Allenbach, Maurer, Kaspar Schmid, Christen, Michael Küenzi, Bracher, Schranz, Blaser, Schwabe, Merlin Burn, Nico Schmid, Juri Burn, Germann.

Brandis: Lukas Gasser; Dällenbach, Kobel, Mosimann, Tschannen, Kalbermatten, Reinhard, Oberli, Uwer, Studer, Daniel Bieri, Heinz-mann, Holzer, Keller, Zurflüh, Joss, Steiner, Knothe, Nägeli, Solter-mann, Witschi