EHC Thun – EHC Brandis 2:4

ehcb-brandis-hockey-1-liga

Emmentaler Arbeitssieg im Oberland

Nach einer intensiv geführten Partie besiegte schliesslich der EHC Brandis den EHC Thun mit 4:2 und bleibt damit zwei Runden vor Ende der Quali-Masterround weiterhin auf Playoffkurs.

Im Rennen um die besten Playoffplätze in der Quali-Masterround erlitt der so gut gestartete EHC Thun gegen den EHC Brandis einen Rück-schlag. Ausschlaggebend war, dass die Emmentaler das entschei-dende Quäntchen mehr für den Sieg taten, den Abschluss entschiedener suchten und zudem das unerlässliche Glück auf ihrer Seite hatten. Dabei hatten in den ersten Minuten die Oberländer eher mehr vom Spiel, brachten mit schnellen Vorstössen die Gäste ab und zu in Verlegenheit und gingen nach sieben Minuten durch Florian Lüthi in Führung. Mit zunehmender Spieldauer kamen jedoch die Gäste im-mer besser ins Spiel und es entwickelte sich für die Zuschauenden eine attraktive Partie in der beide Teams voll zur Sache gingen, wobei auch Head Jürg Stingelin mit seinen Linesmen das ihre zu einem flüssigen Spielverlauf beitrugen. Die Emmentaler erarbeiteten sich nun ebenfalls gute Abschlussmöglichkeiten und sahen ihre Bemü-hungen in der 17. Minute nach Vorarbeit von Martin Gasser durch Sven Nägei mit dem 1:1 Ausgleich belohnt.

Brandis verteidigt erfolgreich knappe Führung

Der Start in den mittleren Spielabschnitt gelang Brandis optimal denn 16 Sekunden nach Ablauf einer Strafe der Platzherren schloss Sven Nägeli in der 22. Minute eine Druckperiode die über  Witschi und Mo-simann führte erfolgreich mit dem 2:1 ab. Thun versuchte zu reagie-ren, kam seinerseits zu guten Möglichkeiten wobei zweimal der Puck nur um Haaresbreite das Tor verfehlte. Das wäre eigentlich die Spiel-phase gewesen, in der die Oberländer die Möglichkeit gehabt hätten das Spiel noch auf ihre Seite kippen zu lassen. Brandis hielt erfolg-reich dagegen, spielte defensiv diszipliniert und kam zu guten Kon-termöglichkeiten konnte jedoch den knappen Vorsprung bis zur zwei-ten Pause nicht ausbauen.

Knappe Führung wird ausgebaut

Mit einem fulminanten Beginn startete der EHC Thun in den Schluss-abschnitt und hatte in der 48. Minute wohl die besten Möglichkeiten für den Ausgleich. Aus einem Konter heraus gelang Steiner in der 49. Minute das 3:1 für Brandis. Zwar schaffte Thun, in Überzahl spielend, durch Kachramanow in der 52. Minute noch einmal den Anschluss, doch nun war Brandis eindeutig die dominierende Mannschaft. Mit dem 4:2 durch Keller in der 54. Minute machte Brandis den Sack ein-deutig zu seinen Gunsten zu. Obschon Thun in der letzten Minute noch ein Timeout nahm und den Torhüter durch einen sechsten Feld-spieler ersetzte gab es keine Resultatänderung mehr.

Stimmen zum Spiel

"Ich sah heute zwei sehr gute und engagierte Mannschaften am Werk die beide unbedingt gewinnen wollten. Der EHC Brandis tat dabei ein mehr für den Sieg getan, indem er nach meinem dafürhalten den Abschluss ein bisschen mehr gesucht hat und Thun dafür oft etwas zu kompliziert agiert hat" so das Fazit von Thuns Sportchef Alex Reymondin.

Brandis Verteidiger Michael Studer sah es ähnlich: "Es war drei Drittel lang ein hart umkämpftes Spiel, das sicher auch auf die andere Seite hätte kippen können. Wir hatten mit Lukas Gasser einen sehr guten Torhüter der uns das Spiel gerettet hat und vorne konnten wir die nötigen Tore erzielen. Mit dem Ausgleich und der Führung konnten wir das sogenannte Momentum auf unsere Seite ziehen. Im Moment ist das Glück auf unserer Seite und ich hoffe dass es so bleibt"


Für den EHC Brandis stehen noch zwei Heimspiele auf dem Pro-gramm. Am Mittwoch gegen Adelboden und am Samstag gegen Thun (Spielbeginn je 19:45 Uhr. Obschon die Ausgangslage für die Playoffs gut sind, gesichert ist derzeit noch nichts. Also ist in diesen zwei aus-stehenden Partien noch einmal eine ähnlich gute und kompakte Leis-tung gefordert wie gegen Thun.

Telegramm

EHC Thun – EHC Brandis 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)

KEB Grabengut, Thun – 244 Zuschauer – Schiedsrichter: Stingelin; Rentsch / König

Torfolge: 7. Lüthi (Weber) 1:0, 17. Nägeli (Gasser) 1:1, 22. Nägeli (Witschi, Mosimann) 1:2, 49. Steiner (Holzer, Oberli) 1:3, 52. Eicher (Kachramanow, Zürcher / Ausschl. Holzer) 2:3, 50. Keller (Holzer) 2:4.
 
Strafen: Thun 3-mal 2 Minuten, Brandis 4-mal 2 Minuten

Thun: Kropf; Järmann, Eicher, Steiner, Keller, Studerus, Ramseier, Kohler, Bartlome, Zürcher. Reymondin, Weber, Brunner, Lorenz, Lüthi, Kachramanow, Lestander, Leist, Fankhauser, Boss.

Brandis: Lukas Gasser; Dällenbach, Kobel, Mosimann, Tschannen, Reinhard, Oberli, Martin Gasser, Studer, Daniel Bieri, Heinzmann, Holzer, Keller, Zurflüh, Joss, Steiner, Knothe, Nägeli, Samuel Bieri, Witschi.