EHC Brandis – EHC Adelboden 7:1

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EHC Brandis in den Playoffs angekommen

Mit dem 7:1-Sieg über den EHC Adelboden hat sich der EHC Brandis für die Playoffs qualifiziert. Die Argovia Stars können zwar rechnerisch noch auf die gleiche Punktzahl kommen, haben jedoch in den Direktbegegnungen das schlechtere Ergebnis

Während Thun und Unterseen am Vorabend die Playoffqualifikation geschafft haben, sass im Kampf um den letzten Playoffplatz Argovia dem EHC Brandis noch immer im Nacken. In der zweitletzten Runde vor Ende der Quali-Masterround mussten deshalb die Emmentaler den EHC Adelboden unbedingt besiegen, um wenigstens noch das Minimalziel der laufenden Saison zu erreichen. Im für die Emmentaler schlechtesten Fall erreichen die Argovia Stars noch die gleiche Punk-tezahl, doch dann würde Art. 72 des Reglements über den Spielbe-trieb zur Anwendung kommen bei dem die Ergebnisse der Direktbe-gegnungen massgebend sind, und da hat der EHC Brandis die Nase vorn.

Start nach Mass für den EHC Brandis

Es stand also in der Begegnung gegen Adelboden viel auf dem Spiel und dementsprechend gingen die Emmentaler von Anfang an voll zur Sache. Die Oberländer setzten jedoch energisch dagegen und mach-ten es dem Heimteam nicht unbedingt leicht. Selbst ist der Mann dachte sich wohl Janick Holzer in der sechsten Minute, als er mit dem Puck hinter dem Tor keine Anspielstation sah, also umkurvte er das Gehäuse und erledigte das 1:0 für sein Team gleich selbst. Es kam eine Phase in der die Platzherren das Spiel dominierten und auch das unerlässliche Abschlussglück hatten. Vier Minuten später erhöhte Adrian Steiner mit einem platzierten Handgelenkschuss auf 2:0 und nach weiteren zwei Minuten nachdem Sven Nägeli einen gegneri-schen Ausschluss nutzte stand es 3:0. Mit dem 4:0 durch Daniel Bieri nach einer Viertelstunde gelang den Emmentaler ein Start wie man es sich besser nicht wünschen konnte.

Im mittleren Spielabschnitt spielten die Oberländer nun wesentlich konzentrierten und versuchten die gegnerischen Angriffe schon früh zu stören, während die Emmentaler wohl angesichts des Viertorevor-sprungs doch oft etwas nachlässig wirkten. Dabei bekamen sie be-reits in der dritten Minute nach Wiederbeginn in doppelter Unterzahl mit dem 4:1 einen Schuss vor den Bug. Stürmer Samuel Bieri sah das so: "Wir wussten dass wir bei einem Sieg in die Playoffs kommen. Am Anfang gelang es uns gut vorzulegen, doch im zweiten Drittel waren wir schlecht drauf, waren nicht mehr konzentriert und machten zu viele Fehler." Immerhin steigerten sich die Platzherren gegen Drit-telsende wieder und Sven Nägeli erhöhte den Vorsprung mit zwei weiteren Treffern auf 6:1.

"Im Schlussabschnitt haben wir uns dann wieder gefangen und ka-men am Schluss zu einem deutlichen Sieg" sagte Samuel Bieri nach Spielende. Und so war es auch, Brandis spielte nun wieder diszipli-nierter und Adelboden machte auf Schadensbegrenzung. Die Em-mentaler hatten zwar gute Möglichkeiten, doch der Oberländer Torhü-ter Stephan Küenzi hatte sich im Verlaufe der Partie ganz gewaltig gesteigert und machte mit Ausnahme des 7:1 zwei Minuten vor Spielende alle gegnerischen Abschlussversuche zunichte.

Am kommenden Samstag (Spielbeginn 10:45 Uhr) kommt es zuhause gegen den EHC Belp zum letzten Spiel der Quali-Masterround. Und vielleicht könnte bei einer Niederlage von Thun gegen Adelboden und einem gleichzeitigen Sieg von Brandis über Belp sogar noch eine rangmässige Verbesserung drin liegen. Träumen ist für die Brandis-Fans schliesslich noch erlaubt.

Telegramm

EHC Brandis – EHC Adelboden 7:1 (4:0, 2:1, 1:0)

Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 170 Zuschauer – Schiedsrichter: We-ber; Fausel / Wolf

Torfolge: 6. Holzer (Samuel Bieri, Keller) 1:0, 10. Steiner (Tschan-nen) 2:0, 12. Nägeli (Ausschl. Bleuer) 3:0, 15. Daniel Bieri 4:0, 23. Blaser (Maurer, Koller) 4:1, 35. Nägeli 5:1, 40. Nägeli (Zurflüh, Kobel) 6:1, 58. Zurflüh (Kobel, Nägeli / Ausschl. Schranz) 7:1

Strafen: Brandis 4-mal 2 Minuten, Adelboden 8-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Allenbach)

Brandis: Lukas Gasser; Oberli, Mosimann, Reinhard, Tschannen, Heinzmann, Daniel Bieri, Kobel, Nägeli, Keller, Holzer, Gasser, Sa-muel Bieri, Steiner, Knothe, Dällenbach, Zurflüh, Witschi, Joss, Stu-der.

Adelboden: Stephan Küenzi; Inniger, Baumann, Blaser, Bleuer, Kaspar Schmid, Germann, Bracher, Rothen, Koller, Christen, Schranz, Maurer, Scherrer, Allenbach, Burn, Armbruster.