30 Minuten Hockeyspielen...

EHCB EHC Thun 1

EHC Brandis – EHC Thun 4:5 (0:2, 2:3, 2:0)
30 Minuten Hockeyspielen genügen nicht
Der als Favorit gehandelte EHC Brandis kassierte gegen den EHC Thun eine schmerzliche 4:5-Niederlage. Er benötigte schon einen 5:0-Rückstand ehe er ab Halbzeit besser ins Spiel fand und bis zur 59. Minute noch den Anschluss herstellen konnte. Während sich Thun an der Spitze etablieren konnte, hat Brandis nach acht Meisterschaftsspielen bereits ebenso viele Verlustpunkte eingefahren.
Eigentlich hätte die Partie zwischen dem EHC Brandis und dem EHC Thun so etwas wie eine Spitzenpartie sein sollen. Doch davon war lange nichts zu sehen, denn während die Oberländer das Spiel machten begnügten sich die Emmentaler bis zur Halbzeit bloss mit einer Statistenrolle. Die Pässe landeten statt bei einem Mitspieler meistens auf einem gegnerischen Stock und während sich die Gäste eine gute Möglichkeit nach der anderen erarbeiteten waren solche bei den Einheimischen eher selten zu sehen.
Von Beginn an wirkten die Oberländer agiler und spritziger als die Emmentaler welche überhaupt nicht ins Spiel kamen und jeweils Mühe hatten sich aus dem eigenen Drittel zu lösen. Kaum waren drei Minuten gespielt lag Brandis, nach einem aus spitzem Winkel erzielten und haltbar scheinenden Tor, mit 1:0 in Rücklage. Einmal unter Druck geraten stieg die Fehlerquote der Einheimischen zudem massiv an. Zwar hatten sie in der 12. Minute eine Ausgleichschance, doch das war es schon. Besser machte es Rossel, der nach 17 Minuten mit einer wunderschönen Direktabnahme sein Team mit 2:0 in Führung brachte.
5:0-Rückstand als Weckruf für den EHC Brandis 
Chancen zum Anschluss bestanden zu Beginn des Mitteldrittels, das Brandis in numerischer Überzahl beginnen konnte. Doch es war bezeichnend für das Spiel, dass stattdessen der dreifache Torschütze Pascal Rossel mit einem Shorthander die Gäste mit 3:0 in Führung brachte. So stand es nach weiteren zwei Toren kurz vor Halbzeit bereits 5:0 zugunsten der Gäste und es zeichnete sich sogar eine Kanterniederlage für den EHC Brandis ab. Erst jetzt erwachten die Einheimischen, machten mehr Druck und entwickelten sich zunehmends zu einem ebenbürtigen Gegner für die Thuner. Mit zwei Toren von Renato Schütz, eines davon ein Shorthander verkürzten sie bis Ende des Mitteldrittels auf 2:5. 
Erst im Schlussabschnitt konnte man mit einigen Abstrichen von einem Spitzenspiel sprechen. Brandis versuchte das Unmögliche möglich zu machen, kam zu guten Möglichkeiten und schaffte in der 59. Minute sogar den Anschluss. Zu mehr reichte es jedoch nicht, denn zu schwer wog die Hypothek des Fünftorerückstandes, entstanden aus der verschlafenen ersten Spielhälfte. 
Telegramm 

EHC Brandis – EHC Thun 4:5 (0:2, 2:3, 2:0)

Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 242 Zuschauer – Schiedsrichter: Weber; Zimmermann / Von Allmen 
Torfolge: 
3. Allemann (Eicher) 0:1, 17. Rossel (Neff, Keller) 0:2, 21. Rossel (Studerus / Shorthander Ausschl. Kaufmann) 0:3, 24. Rossel (Boss) 0:4, 26. Boss (Rossel, Neff) 0:5, 28. Renato Schütz) 1:5, 30. Renato Schütz / Shorthander Ausschl. Blaser) 2:5, 41. Blaser (Bösiger, Buri) 3:5, 59.Blaser 4:5 
Strafen: 
Brandis 3-mal 2 Minuten, Thun 2-mal 2 Minuten 
Brandis: 

Kaufmann (ab 24. Lukas Gasser); Oberli, Mosimann, Reinhard, Meyer, Bieri, Buri, Sägesser, Blaser, Steiner, Hain, Nägeli, Bösiger, Holzer, Renato Schütz, Seematter, Gurtner, Kohler, Witschi, Markus Schütz, Martin Gasser. 

 Thun:
Gregory Steiner; Sandro Steiner, Neff, Weber, Kaufmann, Boss, Nicolas Steiner, Allmann, Hebeisen, Keller, Lorenz, Lüthi, Eicher, Kachramanow, Leist, Bartlome, Zürcher, Rossel, Joch, Studerus, Kohler. 

Bemerkungen:

Ab 59:20 Brandis mit sechstem Feldspieler anstelle Torhüter