EHC Thun - EHC Brandis 0:4

 

Nägeli1

EHC Thun - EHC Brandis 0:4 (0:1;0:2;0:1)

Brandis gewinnt Spitzenkampf gegen Thun
Die Begegnung zwischen dem EHC Thun und dem EHC Brandis wurde der Affiche Spitzenkampf während den ganzen 60 Minuten vollauf gerecht. Die Emmentaler zeigten sich bei ihrem 4:0-Sieg wesentlich effizienter als die Oberländer und belegen damit drei Runden vor Qualifikationsende in der Tabelle den Spitzenplatz.
Was die 433 Zuschauenden in der kalten und nebligen Thuner Grabenhalle zu sehen bekamen waren 60 Minuten schnelles, intensives spannendes und hochstehendes Eishockey. Dass am Schluss Brandis mit einem relativ deutlichen 4:0 Sieg vom Eis gehen konnte und Torhüter Michael Kaufmann einen
Shutout feiern konnte war nicht allein einer tollen Leistung der Emmentaler zuzuschreiben, sondern auch dem Unvermögen der ebenbürtigen Oberländer im Abschluss. "Wir hätten wohl die ganze Nacht durchspielen können und uns wäre kein Tor gelungen" stellte Thuns Sportchef Alex Reymondin nach Spielende fest. Das zeigte sich auch im Überzahlspiel, in denen zwar von den Thunern einige gefällige Powerplayphasen zu sehen waren, doch das war es schon. Das Boxplay der Emmentaler funktionierte tadellos, und kam mal ein Puck bis zum Tor war eben noch ein Michael Kaufmann der alles hielt was es an diesem Abend zu halten gab. Obschon es in dieser Partie um einiges ging, verlief sie in einem recht fairen Rahmen. Daran änderte auch nichts, dass Thuns Manuel Neff nach einer etwas unglücklichen Aktion, bei der Matthias Seematter blutete, eine Spieldauer-Disziplinarstrafe kassierte.
Brandis führt bereits nach zwei Minuten
Das Unheil für die Platzherren begann bereits nach knapp zwei Minuten als Torhüter Pascal Wüthrich einen kleinen Ausflug neben das Tor machte um den Puck weiter zu spielen. Das Vorhaben misslang, Patrick und Marco Meyer waren schneller und Daniel Bieri buchte den ersten Treffer für Brandis. Thun versuchte zu reagieren und kam, wie nachher während der ganzen Partie, zu zahlreichen guten Tormöglichkeiten. Spielten die Platzherren in Überzahl mussten sie jedoch aufpassen, dass sie nicht in einen Gästekonter hinein liefen. Gute Möglichkeiten zum Ausbau der knappen Führung hatte Brandis nach dem Fünfminutenausschluss von Neff in der 24. Minute, doch wegen eigenen Strafen standen während dieser Phase beidseits meistens nur vier Spieler auf dem Eis.
Auch nicht schön herausgespielte Tore zählen

Nach dem aus einer undurchsichtigen Situation vor dem Thuner Tor entstandenen 2:0 durch Sven Nägeli versuchte Thun vehement den Anschluss. Das defensive Konzept der Emmentaler funktionierte jedoch ausgezeichnet und die angreifenden Oberländer blieben immer wieder hängen. Diese Druckversuche boten jedoch den Gästen oft Gelegenheit zu Konterangriffen und aus einem solchen hinaus erzielte Sven Nägeli, trotz gegnerischer Störung, in der 36. Minute das 3:0. Im Schlussabschnitt kam es zu einem offenen Schlagabtausch mit prickelnden Torszenen hüben und drüben, wobei beide Teams ebenfalls nicht geizten mit gesundem Körpereinsatz. Brandis liess die Scheibe schnell laufen und versuchte den gegnerischen Ansturm schon in der neutralen Zone abzufangen und gleich zu einem Konter anzusetzen. Ein schnell vorgetragener Angriff des von Nägeli und Holzer lancierten Buri führte knappe vier Minuten vor Spielende mit dem 4:0 zur endgültigen Siegessicherung für Brandis.

Stimmen zum Spiel
Alex Reymondin, Sportchef EHC Thun
"Ich habe ein schnelles und intensives Spiel gesehen und diejenige Mannschaft die Tore erzielte hat gewonnen. Wir haben keines geschossen, warum das müssen wir noch analysieren." Zum Umstand, dass Brandis eigentlich keine schön herausgespielten Tore gelang meinte er: "Vielleicht zeichnet das eine Mannschaft gerade aus, wenn es bei einem heftigen Fight zwischen zwei gleichwertige Mannschaften gelingt solche Tore zu erzielen. Brandis gelang das, uns nicht und ob schön oder nicht schön, in der Endabrechnung tun sie immer zählen. Beide Teams haben dem Publikum gutes Erstligaeishockey geboten."

Andreas Beutler, Headcoach EHC Brandis

"Trotz den nicht optimalen äusseren Bedingungen mit dem Nebel haben beide Teams nach einem eher zerfahrenen ersten Drittel gutes Eishockey gezeigt. Uns kam dabei zugute dass wir ein gutes Boxplay spielten, denn Thun hatte trotz etlichen Powerplaymöglichkeiten dabei wenig klare Torchancen. Das, und unser gutes Defensivverhalten war sicher heute der Schlüssel zum Erfolg. Kam dazu, dass wir eine sehr gute Torhüterleistung hatten. Thun belegte den ersten Rang und den wollten wir erobern und waren deswegen vielleicht ein wenig motivierter als der Gegner."

Telegramm

EHC Thun – EHC Brandis 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)

KEB Grabengut Thun – 433 Zuschauer – Schiedsrichter: Jung; Zimmermann / Romang
Torfolge:
Bieri (Marco Meyer, Patrick Meyer) 0:1, 29. Nägeli (Buri) 0:2, 36. Nägeli (Holzer, Seematter) 0:3, 57. Buri (Nägeli, Holzer) 0:4
Strafen:
Thun 4-mal 2 Minuten plus 1-mal 5 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Neff), Brandis 8-mal 2 Minuten
Thun:
Wüthrich; Neff, Weber, Boss, Steiner, Allemann, Hebeisen, Keller, Lüthi, Eicher, Kachramanow, Fankhauser, Leist, Bartlome, Zürcher, Rossel Joch, Studerus, Kohler.
Brandis:
Kaufmann; Oberli, Mosimann, Reinhard, Patrick Meyer, Malicek, Bieri, Buri, Sägesser, Blaser, Steiner, Hain, Nägeli, Holzer, Marco Meyer, Seematter, Gurtner, Kohler, Witschi, Markus Schütz, Martin Gasser.