EHC Thun - EHC Brandis 3:9

 Seematter1

EHC Thun - EHC Brandis  3:9 (1:4; 1:3; 1:2)
Optimaler Masterrundenstart für Brandis
Mit dem deutlichen 9:3-Sieg über das Zweitplatzierte Thun gelang Qualifikationssieger Brandis ein Start nach Mass in die zehn Spiele umfassende Masterrunde.
Die zügige Grabenguthalle scheint dem EHC Brandis zu liegen. Genau vor einem Monat besiegte er nämlich den EHC Thun im Qualifikationsspiel mit 4:0 und jetzt im ersten Masterrundenspiel gleich mit 9:3. Auch dieses mal liessen die Emmentaler nichts anbrennen und erarbeiteten sich von der ersten Sekunde an mit Tempoeishockey gute Möglichkeiten. Die Oberländer versuchten zwar entgegen zu halten doch allzu oft kamen sie halt einen Schritt zu spät oder liessen sich den Puck von einem Gegner abluchsen. Knappe fünf Minuten waren gespielt als Marco Meyer einen Millimetergenauen Pass seines Bruders Patrick zum 1:0 für Brandis verwertete. Die oft etwas überforderten Platzherren liessen in ihrer Verteidigungszone den Gästen oft zu viel Spielraum und räumten vor dem eignen Tor zu wenig energisch auf mit der logischen Folge, dass Brandis nach einer guten Viertelstunde bereits mit 3:0 führte.
Souveräner Auftritt von Brandis

Martin Keller verkürzte zwar mit einem gut platzierten Schuss von der blauen Linie aus kurz vor der ersten Pause auf 3:1 doch 43 Sekunden später dachte sich Patric Buri von Brandis wohl "was der kann, kann ich auch" und stellte auf die gleiche Art den alten Dreitorevorsprung wieder her. Es war überhaupt ein Kennzeichen dieser Partie dass immer dann wenn Thun ein Tor erzielte Brandis postwendend den alten Abstand wieder herstellen konnte. Vom Mitteldrittel an versuchten die Oberländer mit einem Torhüterwechsel, neu war Pascal Wüthrich anstelle von Gregory Steiner auf dieser Position, und einer verstärkten Defensive etwas mehr Ruhe ins Spiel zu bringen. Vergebens. Der EHC Brandis spielte sicher nicht fehlerlos und oft mangelte es am schnellen Spiel etwas an der Präzision doch es war an diesem Abend die bessere und auch effektiver spielende Mannschaft. Immer dann wenn die Gäste das Tempo erhöhten und die Scheibe rasch spielten geriet das Heimteam – immerhin belegte es in der Qualifikation den zweiten Rang – in Nöte. Die besten Momente hatte Thun während einer kleineren Druckperiode bei Halbzeit doch aus einem Konter heraus gelang dem von Yannick Kohler lancierten Marco Blaser das 6:2 aus Sicht von Brandis. Beim Spielstand von 7:2 nach zwei Dritteln zugunsten von Brandis war natürlich das Spiel gelaufen. Die Platzherren steckten im Schlussabschnitt zwar nicht auf doch an diesem Abend standen sie gegen einen wie erwähnt nicht fehlerfrei spielenden aber souverän auftretenden EHC Brandis auf verlorenem Posten. Der Start in die Masterrunde ist dem EHC Brandis gelungen, doch bereits am kommenden Samstag (Spielbeginn 16:45 Uhr) steht in der Sporthalle Brünnli mit dem SC Lyss ein weiterer ambitionierter und auf Punkte angewiesenen Gegner auf dem Eis.

Telegramm
EHC Thun – EHC Brandis 3:9 (1:4, 1:3, 1:2)
KEB Grabengut Thun – 393 Zuschauer – Schiedsrichter: Bohus; Romang / Zimmermann
Torfolge:
5.Marco Meyer (Patrick Meyer) 0:1, 14. Buri (Holzer) 0:2, 17. Kohler (Sägesser, Witschi) 0:3, 20. (19:08) Martin Keller 1:3, 20. (19:51) Buri (Nägeli) 1:4, 28. Blaser (Kohler) 1:5, 32. Lüthi (Zürcher / Ausschl. Renato Schütz) 2:5, 35. Blaser (Kohler) 2:6, 40. Buri (Reinhard / Ausschl. Neff) 2:7, 49. Sägesser (Blaser, Kohler) 2:8, 52. Kachramanow (Kaufmann / Ausschl. Holzer) 3:8, 55. Buri (Reinhard / Ausschl. Neff) 3:9
Strafen:
Thun 5-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Neff), Brandis 4-mal 2 Minuten
Thun:
Steiner (ab 21. Wüthrich); Studerus, Martin Keller, Hebeisen, Stefan Keller, Eicher, Kaufmann, Weber, Neff, Rossel, Boss, Lorenz, Lüthi, Leist, Zürcher, Bartlome, Kachramanow, Joch, Allemann, Eicher.
Brandis:
Lukas Gasser; Markus Schütz, Witschi, Bösiger, Reinhard, Oberli, Renato Schütz, Mosimann, Prinz, Blaser, Sägesser, Kohler, Marco Meyer, Bieri, Patrick Meyer, Nägeli, Holzer, Buri, Steiner, Hain Gurtner