EHC Brandis - EHC Thun 4:3

 

Brandis Thun2
Foto: Leroy Ryser
 
EHC Brandis - EHC Thun 4:3 (2:3; 2:0; 0:0) 
Qualifikationssieg rückt immer näher
Im Duell der beiden Zentralschweizer Erstliga-Spitzenteams besiegte der EHC Brandis nach einer intensiven und spannenden Partei den EHC Thun mit 4:3 und hat nun in der Tabelle einen Vorsprung von sieben Punkten auf den Zweitplatzierten. 
Bereits die ersten Minuten dieser schnellen und hochstehenden Partie hatten es in sich. Es schien fast als ob Brandis zu Beginn den Thunern zeigen wollten wer in der Brünnlihalle das Sagen hat denn in den ersten zwei Minuten kamen diese kaum aus ihrer Verteidigungszone heraus. Doch der Schein trügte denn kaum kamen die Oberländer zum ersten mal in die gegnerische Abwehrzone führten sie durch Zürcher bereits 1:0. 
Harziger Startabschnitt für Brandis 
Obschon die Einheimischen nach weiteren drei Minuten mit einem schön herausgespielten Tor durch Blaser wieder ausglichen, der Startabschnitt gehörte eindeutig den wesentlich aktiveren Oberländern. In der zehnten Minute bot sich für Brandis bei einem gegnerischen Ausschluss erstmals Gelegenheit in Führung zu gehen. Ein vermeidbarer Scheibenverlust beim Powerplay, eine halbherzige Verfolgung des enteilenden Pascal Leist, ein missglückter Abwehrversuch von Torhüter Kaufmann und schon führten die Gäste durch den Shorthander mit 2:1. In Überzahl spielend erzielten danach sowohl Brandis wie Thun noch je einen Treffer so dass die Oberländer mit einem 3:2-Vorsprung in die erste Pause gehen konnten. "Es stimmt, wir hatten einen äusserst harzigen Start, konnten uns jedoch danach vom zweiten Drittel an steigern. Dass wir im ersten Drittel die drei Tore der Thuner kassierten sagt ja schon alles zu unserer Leistung in den ersten 20 Minuten" sagte Brandisstürmer Sven Nägeli selbstkritisch. 
Durch Brandis Tempohockey gerät Thun unter Druck 
Die Pausenpredigt von Brandis Headcoach Andreas Beutler schien den Einheimischen Auftrieb gegeben zu haben. Knappe zwei Minuten dauerte es bloss bis Adrian Steiner mit einem Schuss in die nähere obere Ecke den Ausgleich erzielte. Brandis machte nun mehr Druck, spielte kompakter und kam prompt zu guten Möglichkeiten. Auch defensiv wurde nun konzentrierter gearbeitet und Brandis Keeper Michael Kaufmann fand unterstützt von seinen Vorderleuten zur gewohnt ausgezeichneten Sicherheit zurück. Durch das Tempohockey der Emmentaler Druck geraten spielten die Oberländer nicht mehr so kompakt und produzierten mehr Fehler als im Startabschnitt, in dem ihnen das Heimteam viele Freiheiten liess. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff verwertete Patric Buri ein Zuspiel von Sven Nägeli zur erstmaligen Führung von Brandis. Dieses 4:3 kurz vor Halbzeit sollte bereits das Schlussresultat bedeuten. 
Vergebliches anrennen der Oberländer 
Die Gäste versuchten im Schlussabschnitt alles um dem Spiel noch eine Wende zu geben so dass sich phasenweise turbulente Szenen
in der Verteidigungszone des Heimteams abspielten. Thun war zeitweise dem Ausgleich bedeutend näher als Brandis dem Ausgleich der Führung, so dass sich Brandis-Headcoach Andreas Beutler zu Recht veranlasst sah sein Timeout zu nehmen um den Spielern zu sagen, dass sie sich wieder auf ihre Stärken zurück besinnen sollen und sich nicht am Gegner zu orientieren. "Uns muss es eigentlich gleich sein gegen wen wir spielen, wir müssen unser Spiel durchziehen und uns nicht vom Gegner sein Spiel aufzwingen lassen und das ist uns nach dem ersten Drittel immer wie besser gelungen und hat schliesslich zum Erfolg geführt" sagte Sven Nägeli. Obschon die Oberländer in den letzten 86 Sekunden den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten gelang es ihnen nicht eine Verlängerung zu erzwingen.
 
Telegramm 
Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 301 Zuschauer – Schiedsrichter: Diggelmann; König / Rentsch 
Torfolge: 
3. Zürcher (Studerus) 0:1, 6. Blaser (Markus Schütz, Sägesser) 1:1, 10. Leist (Studerus / Shorthander Ausschl. Eicher) 1:2, 16. Malicek (Patrick Meyer, Sägesser / Ausschl. Weber) 2:2, 19. Reymondin (Eicher, Kachramanow / Ausschl. Oberli, 2:3. 22. Steiner (Gurtner) 3:3, 28. Buri (Nägeli) 4:3 
Strafen: 
Brandis 2-mal 2 Minuten, Thun 2-mal 2 Minuten 
Brandis: 
Kaufmann; Prinz, Oberli, Mosimann, Patrick Meyer, Malicek, Buri, Sägesser, Blaser, Steiner, Hain, Nägeli, Bösiger, Holzer, Marco Meyer, Renato Schütz, Seematter, Gurtner, Witschi, Markus Schütz, Martin Gasser
Thun:
Steiner; Neff, Weber, Kaufmann, Boss, Allemann Hebeisen, Keller, Lorenz, Lüthi, Kachramanow, Fankhauser, Reymondin, Leist,
Bartlome, Zürcher, Rossel, Studerus, Kohler.