Brandis - Thun 3.Spiel

 

Brandis Thun5
Fotos: Marcel Bieri
EHC Brandis - EHC Thun 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)
Starke Reaktion von Brandis
Von Ernst Marti 
Nach den zwei Niederlagen gegen den EHC Thun und mit dem Rücken zur Wand zeigte der EHC Brandis auf eindrückliche Art was er zu leisten imstande ist. In einer schnellen Partie besiegten die mehrheitlich dominanten Emmentaler die Oberländer mit 5:1 und stehen damit weiterhin im Rennen um den Titel eines
Zentralschweizermeisters.
 
Schon die ersten Minuten zeigten auf, dass der EHC Brandis nicht gewillt war sich vom EHC Thun in drei Partien abfertigen zu lassen. Von der ersten Sekunde an setzte er die Oberländer unter Druck, und nagelte diese in ihrer eigenen Verteidigungszone fest. Der Druck war so gross, dass es fast drei Minuten dauerte ehe es den Gästen gelang bis in die neutrale Zone vorzudringen. Abschlussmöglichkeiten gab es für das Heimteam zuhauf, doch entweder mangelte es an der nötigen Präzision oder dann war beim Thuner Torhüter Gregory Steiner Endstation. So zum Beispiel in der achten Minute als Buri in aussichtsreicher Position am Thuner Keeper scheiterte. Das 1:0 durch Markus Schütz, der einen schnell vorgetragenen Angriff über Renato Schütz und Buri mit einem Schuss in die freie Ecke erzielte, war angesichts der spielerischen Überlegenheit seines Teams längst verdient. 
Dominantes Mitteldrittel für Brandis 
Der mittlere Spielabschnitt war eines der besten Drittel, das Brandis in der bisherigen Serie gegen Thun gezeigt hat. Das begann bereits in der 21. Minute als Holzer ein Zuspiel von Patrick Meyer aus der Ecke neben dem Tor mit einer Direktabnahme zum 2:0 ins Netz knallte. Das war übrigens zum ersten Mal in der bisherigen Serie gegen Thun, dass Brandis mit zwei Toren im Vorsprung war. Phasenweise kann es zu einem offenen Schlagabtausch, wobei die technisch und läuferisch doch besser besetzten Emmentaler das spielbestimmende Team stellten. Mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten fiel bereits bei Halbzeit die Vorentscheidung zugunsten von
Brandis. Zuerst war es Bieri, welcher einen schnellen Vorstoss von Patrick Meyer erfolgreich abschloss, danach Patrick Meyer selber der den von Bieri zurück gelegten Puck zum 4:0 hinter die Linie beförderte. «Brandis war heute das läuferisch und technisch bessere Team und uns gelang es nicht das zu bringen was wir eigentlich wollten» so der kurze Kommentar vom Thuner Headcoach Christoph Schenk.
Mit kontrolliertem Spiel zum sicheren Sieg 
Mit einem gezogenen Schuss konnte Allemann in der 43. Minute die etwas unkonzentriert aus der Garderobe gekommenen Emmentaler daran erinnern, dass das Spiel noch nicht vorbei sei. Es war so was wie ein Weckruf, denn von nun waren sie es wieder die das Spiel kontrollierten. Die grösste Gefahr von den Oberländern kam höchstens durch ihre Konterangriffe, doch die defensiv aufmerksamen Emmentaler liessen ihnen auch hier wenig Spielraum. Mit dem 5:1 sorgte schliesslich Witschi vier Minuten vor Spielende für das Schlussresultat. «Heute ist das Spiel auch mal für uns gelaufen und mit dem 1:0 haben wir schon früh ein wenig ein Zeichen gesetzt. Thun mit seinem schnellen Hockey ist ein ganz anderer Gegner als Wiki das wir im Halbfinal hatten. Wir machten einfach das was wir können und ich habe das Gefühl, dass
wir den Gegner heute recht gut im Griff hatten» sagte Brandis Headcoach Andreas Beutler.
Noch ist Brandis längst nicht über den Berg. Am kommenden Sonntag mit Spielbeginn 19:30 Uhr in Thun ist Brandis erneut gefordert. 
Telegramm 
Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 707 Zuschauer – Schiedsrichter: Derada; Raskovic / Blum 
Torfolge: 12. Markus Schütz (Buri, Renato Schütz) 1:0, 21. Holzer (Patrick Meyer) 2:0, 31. Bieri (Patrick Meyer) 3:0, 35. Patrick Meyer (Bieri) 4:0, 43. Allemann (Nicolas Steiner) 4:1, 57. Witschi (Sägesser) 5:
Strafen: Brandis 3-mal 2 Minuten, Thun 5-mal 2 Minuten 
Brandis: Lukas Gasser; Prinz, Oberli, Reinhard, Patrick Meyer, Bieri, Buri, Sägesser, Blaser, Steiner, Hain, Nägeli, Bösiger, Holzer, Renato Schütz, Seematter, Gurtner, Kohler, Witschi, Markus Schütz, Martin Gasser 
Thun: Gregory Steiner, Neff, Weber, Kaufmann, Boss, Nicolas Steiner, Allemann, Hebeisen, Keller, Lorenz, Lüthi, Eicher, Kachramanow, Fankhauser, Leist, Bartlome, Zürcher, Rossel, Joch, Studerus, Kohler 
Bemerkungen: Brandis ohne Mosimann (verletzt) Malicek (gesperrt)