Brandis - Thun 5.Spiel

 

EHCB EHC Thun 3
EHC Brandis – EHC Thun 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)
Saisonende für den EHC Brandis
Nach einer spannenden und zuletzt sogar dramatischen Partie bezwang der EHC Thun den EHC Brandis knapp mit 3:2 und wurde damit Zentralschweizer Erstligameister. Die Emmentaler führten noch bis in die 64 Minuten mit 2:1 ehe die Oberländer das Spiel noch drehen konnten. 
Bis knappe sieben Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit durfte der EHC Brandis noch darauf hoffen am Ende den Pokal des Zentralschweizer Erstligameisters entgegen zu nehmen, ehe nach zwei Gegentreffern diese Hoffnungen wie Schnee in der Märzensonne dahin schmolzen. Vorher sahen die über 900 Zuschauer eine spannende, intensive Auseinandersetzung zwischen zwei Teams, die vollen Einsatz zeigten. Zuvor hatte ja Brandis in der best of five Serie mit zwei starken Partien einen 2:0 Rückstand aufgeholt und besonders in den zwei letzten Spielen den EHC Thun eher in eine Statistenrolle gedrängt. 
Mangelnde Effizienz von Brandis 
In der letzten und alles entscheidenden Partie hatten es jedoch die Emmentaler mit einem Gegner zu tun, der in keiner Art und Weise dem der letzten beiden Spiele ähnlich war. Zwar fiel das 1:0 durch Ralph Prinz bereits in der achten Minute, also eine gute Ausgangslage für den weiteren Spielverlauf. Doch dem Heimteam gelang es bloss selten seine unbestreitbar bessere technisch und läuferische Überlegenheit auszuspielen. Chancen für den Ausbau der knappen Führung waren zwar da, doch die schnellen
Thuner machten die Räume eng, spielten Defensiv äusserst diszipliniert und suchten ihr Heil eher mit schnell vorgetragenen Konterangriffen. Aus einem solchen heraus resultierte 64 Sekunden vor der zweiten Pause denn auch der Ausgleich zum 1:1 durch Boss. «Wir verpassten es im Mitteldrittel ganz klar den knappen 1:0-Vorsprung auszubauen denn Möglichkeiten dazu hatten wir genug. Diese Tore fehlten uns dann am Schluss» stellte Brandis Headcoach Andreas Beutler fest
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Dramatik pur im Schlussabschnitt 
Dramatik pur mit einem Wechselbad der Gefühle für die Fans aus beiden Lagern bot der Schlussabschnitt. Bei einem in der 44.
Minute schnell vorgetragenen Angriff von Brandis war die Thuner Defensivabteilung noch nicht auf ihren Posten, Kachramanow rutschte im dümmsten Moment aus und so gelang es Renato Schütz ein Zuspiel von Adrian Witschi zum 2:1 zu verwerten. Brandis war wieder auf Siegeskurs doch Thun wollte sich überhaupt noch nicht geschlagen geben und warf setzte alles auf die Karte Angriff ist die beste Verteidigung. Zweimal, nämlich in der 47. Und der 51. Minute bedurfte es eines bis save von Brandis Keeper Lukas Gasser um sein Team vor einem Gegentreffer zu bewahren. Doch gegen den erneuten Ausgleich in der 54. Minute war auch er machtlos, als der von keinem Brandisspieler bedrängte Hebeisen ungehindert ein Zuspiel von Lorenz zum 2:2 verwerten konnte. Was danach kam war nichts für schwache Nerven. Zuerst erhielt der Thuner Neff die Chance mittels Penalty die erstmalige Führung zu übernehmen, doch scheiterte er am Lukas Gasser. Brandis versuchte vehement die Führung wieder zu übernehmen. Chancen hatte das Heimteam in diesen Minuten zuhauf, doch hinter die Linie wollte der Puck nicht rollen. Diese Bemühungen gingen wohl ein wenig zulasten der Defensive denn ein Konter knappe drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit sollte nach einem Konter durch Kachramanow die endgültige Entscheidung zugunsten der Oberländer geben. «Thun war am Ende bedeutend bissiger und wir waren in vielen Phasen etwas zu passiv» so ein enttäuschter Andreas Beutler
Trotz Niederlage eine positive Saisonbilanz 
Nach einer guten Saison ist der EHC Brandis im alles entscheidenden fünften Finalspiel am EHC Thun gescheitert und muss
vorzeitig die Sommerferien antreten. Obschon das erste Ziel Zentralschweizermeister nicht erreicht wurde, war es für den Verein trotzdem die bisher erfolgreichste Saison. Lange an der Spitze der Qualifikation und der Masterrunde, danach ein Vordringen bis in das fünfte Spiel des Playoff-Finals und damit Vizemeister der Zentralschweiz. Und doch, im entscheidenden letzten Spiel wäre angesichts des Potenzial der Mannschaft mehr drin gelegen
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Telegramm 
Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 913 Zuschauer – Schiedsrichter: Derada; Blum / Raskovic 
Torfolge: 8. Prinz (Kohler) 1:0, 39. Boss (Reymondin, Neff) 1:1, 44. Renato Schütz (Witschi) 2:1, 54. Hebeisen (Lorenz) 2:2, 58. (57:10) Kachramanow (Lorenz) 2:3 
Strafen: Brandis 4-mal 2 Minuten,Thun 3-mal 2 Minuten 
Brandis: Lukas Gasser, Prinz, Oberli,Reinhard, Patrick Meyer, Bieri, Buri, Sägesser, Blaser, Steiner, Hain, Nägeli,  Bösiger, Holzer, Renato Schütz, Seematter, Gurtner, Kohler, Witschi, Markus Schütz, Martin Gasser 
Thun: Gregory Steiner; Neff, Weber, Kaufmann, Boss, Nicolas Steiner, Allemann, Hebeisen, Keller, Lorenz, Lüthi, Eicher, Kachramanow, Reymondin, Leist, Bartlome, Zürcher, Rossel, Joch, Studerus, Kohler 
Bemerkungen: 
Brandis ohne Mosimann (verletzt), Malicek (gesperrt), Marco Meyer 
53:16 Neff (EHC Thun) verschiesst Penalty 
59:20 Timeout EHC Brandis, anschliessend mit sechstem Feldspieler anstelle Torhüter