Adelboden – EHC Brandis 5:4

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Drunter und drüber schwach belohnt

Der EHC Brandis hat nach einem drunter und drüber in Adelboden einen Punkt gewonnen. Bei der 5:4-Niederlage in der Verlängerung hatten sie den Start verschlafen und zugleich in Unterzahl kurz vor Schluss die Verlängerung erzwungen. „Es wàre schon mehr möglich gewesen", so die Bilanz von Christian Baumgartner, Sportchef des EHCB.

Der EHC Brandis hat am Wochenende auswärts in Adelboden einen Punkt auf kuriose Art und Weise gewonnen. Nicht nur das die Hasle-Rüegsauer den Start komplett verschlafen hatten, erst kurz vor Schluss gerieten sie nach einer zwischenzeitlichen Führung sogar in Rückstand. Dass die Partie aber überhaupt noch so spannend werden konnte, war zuerst einmal nicht selbstverständlich. Denn wie auch schon gegen Wiki hatte die Misteli-Truppe den Beginn der Partie völlig verschlafen. Nach ein bisschen mehr als drei Minuten stand es 1:0, keine 60 Sekunden später doppelte Adelboden gleich nach. „Wenn wir nicht so begonnen hätten, dann wäre die Partie anders verlaufen", ist sich Brandis-Sportchef fast sicher. Und dennoch: Zur Niederlage hat dieser Start letztlich eben doch nicht geführt. Denn wie zuvor Brandis waren es später die Oberländer, die verschlafen aus der Kabine kamen. Im zweiten Abschnitt trafen Nägeli und Holzer innert zehn Sekunden zum Ausgleich, weitere 10 Minuten später führte Brandis schliesslich ein erstes Mal.

Partie war ausgeglichen
Ganz so einfach sollte es letztlich aber dann doch nicht werden. Die Adelbodner begannen erneut sich zu wehren und konnten kurz vor dem zweiten Drittelsende die Partie mit dem 3:3 frisch zu lancieren. „Die Partie war ausgeglichen", bilanzierte Baumgartner letztlich. Es sei ein gutes Spiel gewesen in welchem Brandis schlecht gestartet sei und später im zweiten Abschnitt auch mal dominiert hatte. So war es denn auch umso ärgerlicher, dass erst in der 57. Minute das nächste Tor gegen die Emmentaler fiel. Als dann Ken Zurflüh sogar auf die Strafbank geschickt wurde, schien die Partie schon entschieden. Janick Holzer reagierte aber energisch vor dem gegnerischen Tor und riss die Partie in Unterzahl erneut zurück zum Misteli-Team. „Wir haben gar nicht gesehen, wie es passiert war", erinnert sich Baumgartner. „Janick hat gestochert und auf einmal war die Scheibe drin." Was für Brandis umso erfreulicher war, war für den Gegner gleich doppelt ärgerlich. In Unterzahl rettete sich Brandis in die Verlängerung.
Dort hatte letztlich eine Strafe gegen Jürg Dällenbach die Partie entschieden, die durchaus diskutabel war. Kaspar Schmid von Adelboden nahm das Geschenk – sei es gerecht oder ungerecht gewesen – dankend an und traf in der Verlängerung zum entscheidenden 5:4, sodass Brandis abermals nicht endgültig reüssieren konnte. Ein Start in die neue Saison, der logischerweise keine Begeisterungsstürme auslöst. „Wir haben zu wenig Punkte gewonnen", so Baumgartner zum zwischenzeitlichen Platz 7. „Aber eigentlich sind wir schon zufrieden mit dem Start. Wir haben nun gleich drei Heimspiele und wollen jetzt auch die Punkte gewinnen."

Leroy Ryser – ryl

EHC Adelboden – EHC Brandis 5:4 (2:0, 1:3, 1:1, 1:0) n.V.
12. Oktober: FZ und Sportarena. – 201 Zuschauer. – SR: Stingelin, Von Allmen/Wolf. – Tore: 4. Schmid (Scherrer, Blaser) 1:0. 5. Marcon (Bracher, Willen) 2:0. 24. (23:11) Nägeli (Hain) 2:1. 24. (23:21) Holzer (Steiner) 2:2. 34. Steiner (Zurflüh) 2:3. 39. Schmid (Marcon, Bracher) 3:3. 57. Maurer (Blaser, Marcon) 4:3. 59. Holzer (Tschannen, Lüdi/Ausschluss Zurflüh!) 4:4. 62. Schmid (Maurer/Ausschluss Dällenbach) 5:4. – Strafen: Adelboden: 2mal 2 Minuten. Brandis: 5mal 2 Minuten.

Brandis: Gasser; Dällenbach, Kobel; Mosimann, Tschannen; Kalbermatten, Reinhard; Uwer, Studer; Bieri, Heinzmann, Holzer; Zurflüh, Joss, Steiner; Knothe, Nägeli, Soltermann; Lüdi, Hain, Witschi.
Bemerkungen: Keine.